Wird der Wechselintervall des Zahnriemens nicht eingehalten, droht bei einem Riss des Zahnriemens ein kapitaler Motorschaden. Ein Motorschaden, welcher sehr oft den Austausch des Herzstücks, dem Motor, mit sich bringt. Die Kosten des Zahnriemenwechsels sind überschaubar, der Austausch eines Motors übersteigt oft das zehnfache dieser Ausgaben.
Aufgabe:
Der Zahnriemenantrieb kann ohne besondere Schmierung und mit geringem Geräusch und Gewicht Kurbelwelle und meist obenliegende Nockenwelle(n) formschlüssig verbinden. Dieser Formschluss muss während der gesamten Lebensdauer erhalten bleiben. Denn wird nur ein Zahn übersprungen, so ändern sich zumindest die Steuerzeiten. Bei manchen Motoren (besonders Dieselmotoren) kommt es dann schon zu zerstörerischen Kontakten zwischen Kolben und Ventil(en). Auf seiner Rückseite können auch andere Aggregate (z.B. die Kuehlmittelpumpe) kraftschlüssig angetrieben werden.
Funktion:
Der Zahnriemen besteht aus Kunststoff, der im Zugstrang durch Glascord und an dessen Ruecken durch Polyamidgewebe verstärkt ist. Eine temperaturbeständige Zwischenschicht sorgt für gute Zusammenarbeit der beiden. Zusätzlich ist ein bestimmtes Gewebe - ebenfalls aus Polyamid - in den Zaehnen verarbeitet. Zumindest je ein Führungsbord auf verschiedenen Seiten der Zahnriemenräder verhindert, dass der Zahnriemen das Rad seitlich verlässt oder am Motorgehäuse scheuert und immer schmäler wird, bis er am Ende durchreißt. Besonders wichtig ist auch die korrekte Spannung. Zumindest bei aelteren und bei Pumpeduese-Motoren müssen Zahnriemen in regelmäßigen Intervallen (ca. 60.000 - 120.000 km) am besten zusammen mit der Spannrolle gewechselt werden. Bei allen anderen haengt diese Vorschrift vom Hersteller ab. Langfristig angestrebt ist jedenfalls der Zahnriemen mit Motorlebensdauer.
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