Dienstag, 6. Februar 2007

Bremsfluessigkeitswechsel


Der Wassergehalt der Bremsfluessigkeit ist einer der größten Risikofaktoren an der Bremsanlage eines Fahrzeuges.


Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, das heißt sie nimmt Wasser auf, welches den Siedepunkt verändert. Schon 3,5% Wasseranteil stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Je hoeher der Siedepunkt liegt, um so hoeher ist die Sicherheit, dass Dampfblasen bei starker Belastung (Passfahrten, starke Bremsmanöver bei Autobahngeschwindigkeiten) der Bremse entstehen. Dampf resp. Luft lässt sich im Gegensatz zu einer Flüssigkeit komprimieren, der Druck auf das Bremspedal kann nicht mehr in eine Bremskraft an den Raedern umgesetzt werden. Zudem kann ein erhoehter Wassergehalt im Bremssystem zu Korrosion an Bremszylindern und Bremszangen führen, die dadurch nicht mehr wie gewuenscht arbeiten können.


Um die Gefahr für einen Tritt ins Leere zu vermeiden, sollte die Bremsfluessigkeit mindestens alle zwei Jahre überprüft und gegebenenfalls gewechselt werden.


Neue Bremsfluessigkeit hat einen Siedepunkt zwischen 270 - 300 Celsius. Tests, welche durch Prueforganisationen durchgeführt wurden, haben gezeigt, das bei jedem 7. Fahrzeug der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit unter der Mindestanforderung von 155 Celsius lag. Hier stellt die Bremsfluessigkeit ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Ein Austausch ist dringend erforderlich. Bereits ein Siedepunkt zwischen 155 - 199 Celsius kann bei stark belasteten Bremsen, denken Sie an eine Fahrt im Gebirge, zu Problemen führen. Vielleicht haben Sie es schon an einem sehr schwammigen Bremspedaldruck und einem länger werdenden Bremspedalweg gespuert!


Wir raten, zu Ihrer Sicherheit, lassen Sie mindestens alle zwei Jahre die Bremsfluessigkeit an Ihrem Fahrzeug ueberprüfen und wenn notwendig fachmaennisch wechseln.

Zahnriemenwechsel

Wird der Wechselintervall des Zahnriemens nicht eingehalten, droht bei einem Riss des Zahnriemens ein kapitaler Motorschaden.

Ein Motorschaden, welcher sehr oft den Austausch des Herzstücks, dem Motor, mit sich bringt. Die Kosten des Zahnriemenwechsels sind überschaubar, der Austausch eines Motors übersteigt oft das zehnfache dieser Ausgaben.

Aufgabe:
Der Zahnriemenantrieb kann ohne besondere Schmierung und mit geringem Geräusch und Gewicht Kurbelwelle und meist obenliegende Nockenwelle(n) formschlüssig verbinden. Dieser Formschluss muss während der gesamten Lebensdauer erhalten bleiben. Denn wird nur ein Zahn übersprungen, so ändern sich zumindest die Steuerzeiten. Bei manchen Motoren (besonders Dieselmotoren) kommt es dann schon zu zerstörerischen Kontakten zwischen Kolben und Ventil(en). Auf seiner Rückseite können auch andere Aggregate (z.B. die Kuehlmittelpumpe) kraftschlüssig angetrieben werden.

Funktion:
Der Zahnriemen besteht aus Kunststoff, der im Zugstrang durch Glascord und an dessen Ruecken durch Polyamidgewebe verstärkt ist. Eine temperaturbeständige Zwischenschicht sorgt für gute Zusammenarbeit der beiden. Zusätzlich ist ein bestimmtes Gewebe - ebenfalls aus Polyamid - in den Zaehnen verarbeitet. Zumindest je ein Führungsbord auf verschiedenen Seiten der Zahnriemenräder verhindert, dass der Zahnriemen das Rad seitlich verlässt oder am Motorgehäuse scheuert und immer schmäler wird, bis er am Ende durchreißt. Besonders wichtig ist auch die korrekte Spannung. Zumindest bei aelteren und bei Pumpeduese-Motoren müssen Zahnriemen in regelmäßigen Intervallen (ca. 60.000 - 120.000 km) am besten zusammen mit der Spannrolle gewechselt werden. Bei allen anderen haengt diese Vorschrift vom Hersteller ab. Langfristig angestrebt ist jedenfalls der Zahnriemen mit Motorlebensdauer.