
Der Wassergehalt der Bremsfluessigkeit ist einer der größten Risikofaktoren an der Bremsanlage eines Fahrzeuges.
Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, das heißt sie nimmt Wasser auf, welches den Siedepunkt verändert. Schon 3,5% Wasseranteil stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Je hoeher der Siedepunkt liegt, um so hoeher ist die Sicherheit, dass Dampfblasen bei starker Belastung (Passfahrten, starke Bremsmanöver bei Autobahngeschwindigkeiten) der Bremse entstehen. Dampf resp. Luft lässt sich im Gegensatz zu einer Flüssigkeit komprimieren, der Druck auf das Bremspedal kann nicht mehr in eine Bremskraft an den Raedern umgesetzt werden. Zudem kann ein erhoehter Wassergehalt im Bremssystem zu Korrosion an Bremszylindern und Bremszangen führen, die dadurch nicht mehr wie gewuenscht arbeiten können.
Um die Gefahr für einen Tritt ins Leere zu vermeiden, sollte die Bremsfluessigkeit mindestens alle zwei Jahre überprüft und gegebenenfalls gewechselt werden.
Neue Bremsfluessigkeit hat einen Siedepunkt zwischen 270 - 300 Celsius. Tests, welche durch Prueforganisationen durchgeführt wurden, haben gezeigt, das bei jedem 7. Fahrzeug der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit unter der Mindestanforderung von 155 Celsius lag. Hier stellt die Bremsfluessigkeit ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Ein Austausch ist dringend erforderlich. Bereits ein Siedepunkt zwischen 155 - 199 Celsius kann bei stark belasteten Bremsen, denken Sie an eine Fahrt im Gebirge, zu Problemen führen. Vielleicht haben Sie es schon an einem sehr schwammigen Bremspedaldruck und einem länger werdenden Bremspedalweg gespuert!
Wir raten, zu Ihrer Sicherheit, lassen Sie mindestens alle zwei Jahre die Bremsfluessigkeit an Ihrem Fahrzeug ueberprüfen und wenn notwendig fachmaennisch wechseln.
